In der Technologiebranche, in der Innovationen keine Grenzen kennen, ist es von größter Bedeutung, internationale Verbindungen zu fördern und jungen Generationen den Einstieg in die globale Szene zu ermöglichen. French Tech Berlin, eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das französische und das deutsche Tech-Ökosystem miteinander zu verbinden, hat kürzlich eine Veranstaltung mit genau diesem Ziel organisiert.
In Zusammenarbeit mit OFAJ/DFJW (Office Franco-Allemand pour la Jeunesse / Deutsch-Französisches Jugendwerk) wurde eine Initiative ins Leben gerufen, die die Bereiche Bildung und Start-ups miteinander verbindet und deutsche Gymnasien mit französischen Technologieunternehmen zusammenbringt. Das Ziel ist ebenso innovativ wie notwendig: das Interesse der Schüler an Technik zu wecken und die sprachlichen und kulturellen Barrieren zwischen den Nachbarländern abzubauen.
Am 20. Juni 2023 öffnete das Gesundheitstechnologie-Unternehmen Doctolib in Berlin seine Türen für 20 neugierige Schüler des Theodor-Fontane-Gymnasiums Strausberg. Die Veranstaltung, die vom Geist des Austauschs und der Erkundung durchdrungen war, bot den jungen Leuten einen seltenen Einblick in das Innenleben eines florierenden Technologieunternehmens und damit auch in den professionellen Bereich der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Peter Glaser und Amandine Faye von Doctolib, Eva Joly von OFAJ/DFJW und André Pitié von La French Tech Berlin teilten großzügig ihre Erfahrungen und Ratschläge mit den jungen Besuchern.
“Journée Découverte Franco-Allemande: Chancen freisetzen“
Diese Veranstaltung ist Teil der “Journée Découverte franco-allemande”, einer länderübergreifenden Initiative, die Schüler bereits ab der 6ème in Frankreich und der 7. Klasse in Deutschland einlädt, verschiedene Unternehmen und Institutionen in ihrer Region zu erkunden, die eine starke operative Verbindung zu ihrem Nachbarland haben.
Die “Journée Découverte franco-allemande” ist nicht nur eine Reise, sondern eine Entdeckungsreise in die Berufswelt, die die Neugierde der Schüler auf die Sprache und Kultur des anderen Landes wecken soll. Sie ist eine Verpflichtung zur Inklusion und richtet sich vor allem an Jugendliche, die möglicherweise nur begrenzten Zugang zu internationalen Mobilitätsprogrammen haben.
Neben den Betriebsbesichtigungen organisiert das Programm jährlich zahlreiche politische Exkursionen, an denen verschiedene Ministerien teilnehmen, die die deutsch-französische Zusammenarbeit in ihren jeweiligen Bereichen bezeugen. Die Studenten haben oft die Gelegenheit, mit prominenten politischen Persönlichkeiten über deutsch-französische und europäische Themen zu diskutieren.
Dieses Projekt wurde 2006 von der französischen und der deutschen Regierung initiiert und wird vom Ministerium für Europa und Auswärtige Angelegenheiten und dem Auswärtigen Amt gefördert. In der Vergangenheit haben bereits zahlreiche Unternehmen und Institutionen teilgenommen, deren Daten über eine interaktive Karte des Programms abrufbar sind.
In einer Welt, in der technologischer Fortschritt mit internationaler Zusammenarbeit verflochten ist, sind Initiativen wie diese unerlässlich. Sie bieten den Führungskräften von morgen nicht nur einen Blick hinter die Kulissen der Tech-Industrie, sondern verbinden auch Kulturen und Volkswirtschaften durch einen tiefgreifenden Austausch von Wissen und Ressourcen.
Unternehmen, die Schulbesuche organisieren und ihre Welt mit aufstrebenden Köpfen teilen möchten, sind herzlich eingeladen, an der French Tech Berlin teilzunehmen. Und für diejenigen, die nach Beschäftigungsmöglichkeiten in Frankreich oder Deutschland suchen, stellt Doctolib aktiv neue Mitarbeiter ein und wirft ein weites Netz über die Hauptstädte hinaus aus: Link zu den Stellenangeboten.
